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Karen Leiber

Karen Leiber

„Die junge Sopranistin Karen Leiber ist als Valentine (Les Huguenots – Meyerbeer) ganz große Tragödin, ihre warm strahlende Stimme scheint immer noch zu wachsen, während die Figur über sich hinauswächst.“
FAZ, Eleonore Büning, Okt. 2016

Karen Leiber ist im Fach der großen dramatischen Opernheldinnen des 19. und 20. Jahrhunderts zu Hause.

An der Seite von Klaus Florian Vogt und Günther Groissböck debütierte die Sängerin in der vergangenen Saison als Sieglinde. Am Staatstheater Nürnberg war sie als Brangäne zu erleben, und ihre Kundry wurde von der Presse mit der jungen Waltraud Meier verglichen.

Gemeinsam mit Tatjana Gürbaca entstand am Staatstheater Mainz eine vielbeachtete Interpretation von Verdis Lady Macbeth, und auch Karen Leibers Salome am Staatstheater Schwerin erhielt eine ausnahmslos positive Resonanz.

Die Sopranistin gastiert in der aktuellen Spielzeit wiederholt im Athener Megaron und singt dort unter der Leitung von Christoph Poppen Beethovens „Missa solemnis“. In Tokio (Bunka Kaikan) sang sie die führende Sopranpartie in Hosokawas „Vision of Lear“ in einer Produktion der Münchener Biennale. Weitere internationale Gastspiele führten Karen Leiber an die Opéra National du Rhin in Strasbourg, das Théâtre Athénée in Paris sowie an die Opernhäuser von Lausanne, Linz und Poznań.

Das ungewöhnlich breitgefächerte Repertoire der dramatischen Sopranistin umfasst so unterschiedliche Partien wie Leonore („Fidelio“), Marie („Wozzeck“), Cio-Cio San, Tosca, Lady Macbeth, Desdemona („Otello“), Sélika („L’Africaine“), Salome und Judith („Herzog Blaubarts Burg“); die Wagnerheldinnen Elsa von Brabant, Kundry, Venus („Tannhäuser“) und Sieglinde; ebenso wie die großen Operetten-Diven Hanna Glawari, Lisa („Land des Lächelns“) und Rosalinde.

Dabei arbeitete die Künstlerin mit Regisseurinnen und Regisseuren wie Götz Friedrich, Alexander von Pfeil, Katharina Thoma und David McVicar zusammen. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie von namhaften Dirigenten wie Marko Letonja, Günther Neuhold, George-Elie Octors und Rolf Reuter.

Karen Leiber pflegt eine rege Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten; zahlreiche Werke wurden eigens für sie geschrieben. Eine CD (animato) von Adriana Hölszkys komplexer theatralischer Komposition „Monolog“ für Stimme solo entsprang der Zusammenarbeit von Komponistin und Sängerin. Dokumentiert sind ihre Interpretationen in Rundfunk und Fernsehen – u.a. NHK-Japan, arte und 3sat, France Musique, Radio de la Suisse Romande und Deutschlandradio.

Neben Ihren zahlreichen Gastengagements schätzt Karen Leiber auch die Arbeit als Ensemblemitglied. Nach ihrem Engagement am Mainfrankentheater Würzburg wechselte Karen Leiber zur Spielzeit 2017/18 an das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin. Sie war bzw. ist hier u.a. als Tosca, Marschallin („Rosenkavalier“), Desdemona („Otello“) und Maddalena („Andrea Chénier“) zu erleben; im Frühjahr debütiert sie als Marietta („Tote Stadt“), und bei den Schlossfestspielen im Sommer 2020 wird sie als Leonore („Fidelio“) zu hören sein.

November 2019