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Karen Leiber

Karen Leiber

„Die junge Sopranistin Karen Leiber ist als Valentine (Les Huguenots – Meyerbeer) ganz große Tragödin, ihre warm strahlende Stimme scheint immer noch zu wachsen, während die Figur über sich hinauswächst.“
FAZ, Eleonore Büning, Okt. 2016

Karen Leiber ist im Fach der großen dramatischen Opernheldinnen des 19. und 20. Jahrhunderts zu Hause.

An der Seite von Klaus Florian Vogt und Günther Groissböck debütierte die Sängerin in der vergangenen Saison als Sieglinde. Am Staatstheater Nürnberg war sie als Brangäne zu erleben, und ihre Kundry wurde von der Presse mit der jungen Waltraud Meier verglichen.

Gemeinsam mit Tatjana Gürbaca entstand am Staatstheater Mainz eine vielbeachtete Interpretation von Verdis Lady Macbeth, und auch Karen Leibers Salome am Staatstheater Schwerin erhielt eine ausnahmslos positive Resonanz.

Die Sopranistin eröffnete gemeinsam mit dem Athener Staatsorchester dessen Spielzeit 15/16 im Athener Megaron. In Tokio (Bunka Kaikan) sang sie die führende Sopranpartie in Hosokawas „Visions of Lear“ in einer Produktion der Münchener Biennale. Weitere internationale Gastspiele führten Karen Leiber an die Opéra Nation du Rhin in Strasbourg, das Théâtre Athénée in Paris sowie an die Opernhäuser von Lausanne, Linz und Poznan.

Das ungewöhnlich breitgefächerte Repertoire der Sopranistin umfasst so unterschiedliche Partien wie Leonore (Fidelio), Marie (Wozzeck), Cio-Cio San, Tosca, Lady Macbeth, Desdemona (Otello), Sélika (L’Africaine) und Salome; die Wagnerheldinnen Elsa von Brabant, Kundry, Venus (Tannhäuser) und Sieglinde; ebenso wie die großen Operetten-Diven Hanna Glawari, Saffi, Lisa (Land des Lächelns) und Rosalinde.

Dabei arbeitete die Künstlerin mit Regisseuren wie Götz Friedrich, Peter Konwitschny, Hermann Schneider und David McVicar zusammen. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie von namhaften Dirigenten wie Enrico Calesso, Marko Letonja, Günther Neuhold, George-Elie Octors und Rolf Reuter.

Neben dem klassischen Repertoire widmet sich die Sopranistin gerne der Neuen Musik. Sie pflegt eine rege Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten. Zahlreiche Werke wurden eigens für sie komponiert. Eine CD (animato) von Adriana Hölszkys komplexer theatralischer Komposition „Monolog“ für Stimme solo entsprang der Zusammenarbeit von Komponistin und Sängerin. Dokumentiert sind ihre Interpretationen in Rundfunk und Fernsehen; so vom japanischen Fernsehsender NHK, auf arte und 3sat, von France Musique, Radio de la Suisse Romande und dem Deutschlandradio.

Zur Spielzeit 2017/18 wechselt Karen Leiber an das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin. Sie war hier bei den Schlossfestspielen als Tosca und als Desdemona in einer Inszenierung von Katharina Thoma zu erleben. In dieser Spielzeit debütiert Karen Leiber als Marschallin („Rosenkavalier“) und Maddalena („Andrea Chénier“), außerdem singt sie in der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Lieder von Viktor Ullmann und ist in Verdis Requiem zu hören.

Dezember 2018